Eine Welt, die sich gigantisch schnell verändert

Ein Plädoyer für Veränderungsbereitschaft

Probleme mit Veränderungen

Niemals zuvor in der uns bekannten Geschichte veränderte sich die Welt um uns herum so umfassend und so rasant wie heute. Technik ist veraltet, kaum dass wir sie aus dem Laden getragen haben. Das Rad der Veränderung dreht und dreht und die vermeintlichen technischen Helferlein werden zu Sklaventreibern. Ständige Erreichbarkeit, ständige Verfügbarkeit, ständige Notwendigkeit zu entscheiden und zu handeln.

Wie also bleiben wir stabil in einer sich immer schneller drehenden Welt? Wie finden wir unseren eigenen Ruhepunkt?

Denn finden wir ihn nicht, so werden wir von der Zentrifugalkraft der Ereignisse mitgeschleudert – ganz ohne jegliche Gestaltungsmöglichkeit unsererseits.

Nein, es geht nicht darum die Veränderungen aufzuhalten. Veränderungen sind erstmal weder gut noch schlecht – sie sind einfach nur Veränderungen. Wie wir sie bewerten und was wir daraus machen, ist unsere Eigenverantwortung. Damit sind wir schon beim ersten Schritt. Hören wir auf, uns gegen Veränderungen zu wehren sondern heißen sie willkommen, so setzen wir Energie frei, diese zu gestalten.

Veränderungen zu gestalten bedeutet jedoch auch, die Ruhe in uns selbst zu finden. So können wir, frei von all der Reizüberflutung im Außen erkennen, was unser persönliches Bedürfnis ist. Haben wir dies erkannt, so können wir gezielt die Veränderungen in unser Leben lassen, die zu uns passen, statt Allem und Jedem hinterher zu hetzen, nur um ja nichts zu verpassen. Die eigenen Werte zu (er)kennen und zu leben ist ein guter Ausgangspunkt, den zentralen Ruhepunkt in dieser stürmischen Zeit zu finden, weil schlagartig viele Reize gar nicht mehr Gehör finden, wenn wir wissen, von welchen Werten wir durch das Leben getragen werden.

Wenn wir erkannt haben, was wir wirklich wollen, was wirklich unsere Werte sind und wissen, wie wir leben möchten, dann ist es Zeit für Veränderung – eine Veränderung, die wir selbst gestalten können, deren Geschwindigkeit wir selbst bestimmen und die uns tragen wird – so wie wir uns immer getragen fühlen, wenn wir im Einklang mit unseren inneren Bedürfnissen leben. Es hat keinen Sinn, die Werte und Wünsche anderer zu leben, uns zu verbiegen und ewig Rollen zu spielen. Der Moment, in dem wir beginnen zu unseren eigenen Werten und Wünschen zu stehen, ist der Moment, in dem wir bewusst beginnen unsere eigene Essenz zu leben.

Lassen wir diese Worte auf uns wirken, so wird schnell klar, dass wir die Balance finden müssen zwischen Anpassungsfähigkeit, Stabilität und Treue zu unseren individuellen Werten - in einem Wort Integrität.

Wie also finden wir diese Balance?

Vielleicht mag ein erster Schritt sein zu erkennen, dass die Offenheit, Veränderungen zuzulassen die Basis dafür ist, Veränderungen zu gestalten statt von diesen gestaltet zu werden.

Gründe, die uns davon abhalten, veränderungsbereit zu sein

  • Veränderungen heben uns aus unserem Sessel der Bequemlichkeit.
  • Veränderungen können die Angst vor dem noch Unbekanntem schüren.
  • Veränderungen können die Angst in der neuen Situation zu versagen schüren.
  • Veränderungen können ein Gefühl der Verunsicherung auslösen.

Gründe, die für Veränderungsbereitschaft sprechenn

  • Veränderungsbereitschaft kultiviert die Anpassungsfähigkeit, die zum Überleben notwendig ist.
  • Veränderungsbereitschaft fördert die persönliche Weiterentwicklung.
  • Veränderungsbereitschaft eröffnet neue Möglichkeiten.
  • Veränderungsbereitschaft ermöglicht Neuanfänge.
  • Veränderungsbereitschaft sorgt für Bewegung und Lebendigkeit – Stagnation führt zum Tod.
  • Veränderungsbereitschaft kostet weniger Kraft als Widerstand.
  • Veränderungsbereitschaft lässt uns vorangehen – Widerstand lässt uns rückwärts gehen.
  • Veränderungsbereitschaft lässt uns unsere Stärken entdecken und kultivieren.
  • Veränderungsbereitschaft hält jung und gesund.

Fakt ist, dass wir heute ohne Veränderungen nicht leben können. Wir haben lediglich die Wahl, ob wir uns von den Veränderungen leben lassen und somit nur noch wenig Einfluss auf unser eigenes Dasein haben oder ob wir die Veränderungen in unserem Leben bewusst und aktiv entsprechend unserer individuellen Werte gestalten.